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Samtgemeinde Heeseberg

Hünenburg

Wallanlage und Gräberfeld

Die Hünenburg war eine ringförmige Wallanlage mit weitläufiger Außensiedlung nahe Watenstedt. Erkenntnisse über die Entstehung und die Bedeutung der Höhenburg ergaben archäologische Ausgrabungen, die seit 1998 auf dem Gelände der Wallanlage und im näheren Umfeld stattfinden. Die Befestigungsanlage liegt auf 133 m ü. NN am westlichen Rand des Heesebergs.

Die Hünenburg besteht aus einem 2,5 Hektar großen Gelände, das als unregelmäßiges Oval die Ausmaße von 160 × 220 Meter hat. Der plateauähnliche Innenbereich hat ein Gefälle, das einen Höhenunterschied von rund 13 Meter ausmacht. Im Osten hat sich als obertägiger Rest der Befestigungsanlage ein mehrschichtiger Erdwall erhalten, der eine Höhe von bis zu 5,5 Meter aufweist und in dem sich Reste einer Steinmauer fanden. Die einzelnen Schichten stammen aus insgesamt acht Bauphasen in der jüngeren Bronzezeit und der sächsischen Zeit. Im Norden und Westen schützten bis zu 25 Meter tief abfallende Hänge, die wahrscheinlich künstlich abgeböscht worden sind. Auf alten Luftbildern ist im südlichen Bereich der Anlage eine frühere Toranlage erkennbar, die auf eine Altstraße ausgerichtet war. Am Standort schnitten sich zwei wichtige Fernhandelswege am Durchgang großer Naturbarrieren.

Etwa 700 Meter südöstlich der Hünenburg liegt das seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bekannte Gräberfeld von Beierstedt, auf dem in der Zeit von 900 bis 600 v. Chr. Bestattungen erfolgten. Aufgrund von Ausgrabungen in den Jahren 2007 und 2008 mit der Entdeckung von beigabenreichen Gräbern wird angenommen, dass dort Herrscher der Hünenburg bestattet wurden.

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